Perser • Exotic Kurzhaar • Himalayan

 

Perserkatzen werden schon seit über 100 Jahren ausgestellt. Ihre genaue Herkunft ist jedoch nicht bekannt. Manche Quellen besagen, daß die sowohl die Perser als auch andere Langhaarkatzen von wilden russischen und asischen Katzen abstammen. Sie sollen erst Ende des 16. Jahrhunderts über Italien nach Europa eingeführt worden sein. Andere sagen wieder, daß sie aus Kleinasien kommen und erstmals Anfang des 18. Jahrhunderts in Europa in Erscheinung traten. Möglicherweise zählt sogar die Türkisch Angora zu den Vorfahren der Perser. Sehr alte Katzenbücher erwähnen die Katzen, die heute weithin als Perser bekannt sind Französische Katzen oder auch Angora, nach dem türkischen Ankara.
Die Himalayan dagegen ist eine vom Menschen entwickelte Rasse. 1922 versuchte ein schwedischer Genetiker die Pointzeichnung der Siam auf die Perserkatze zu übertragen - ob er erfolgreich war, ist nicht bekannt. In den 30er Jahren versuchten amerikanische Forscher die Vererbung der Pointfärbung zu ergründen. Sie verpaarten Siamesen mit smoke, silver tabby und schwarzen Persern und erhielten daraus kurzhaarige Jungtiere. Zwei dieser Jungtiere wurden miteinander verpaart und produzierten eine schwarze Langhaarkatze, die dann wiederum mit ihrem Vater verpaart wurde. Aus dieser Verpaarung kam 1935 Debutante, die erste langhaarige Pointkatze, zur Welt.
Mit der heutigen Himalayan hatte sie wenig gemeinsam - sie hatte den schlanken Körperbau der Siamesen und es dauerte viele, viele Generationen bis die Himalayan entstand, die wir heute auf Ausstellungen sehen. 1950 wurde die Himalayan erstmals öffentlich gezeigt, 1955 wurde sie als Rasse anerkannt.
Auch die Exotic Shorthair ist eine vom Menschen entwickelte Rasse. Sie entstand Anfang der 60er-Jahre durch gezielte Kreuzung von Perser mit American Shorthair.

Anfangs hatte sie es nicht leicht sich durchzusetzen, weil manche Perserzüchter Angst hatten, dass durch die Einführung des Kurzhaars in die Rasse auch in ihren Perserwürfen irgendwann kurzhaarige Jungtiere fallen könnten - was genetisch unmöglich ist.

Aussehen

Perser, Himalayan und Exotic Shorthair unterscheiden sich nur durch Felllänge und Farbe. Sie haben einen breiten, runden Kopf mit großen runden Augen, hoher runder Stirn und kleinen weit gesetzten Ohren. Die Nase ist sehr kurz und hat im Profil einen deutlichen Knick, sodass Kinn, Nasenspitze und Stirn auf einer Linie zu liegen kommen. Der Körper ist kurz und stämmig mit sehr breiter Brust und geradem Rücken. Der Schwanz ist dem Körper entsprechend kurz. Perser haben langes dichtes Fell mit viel Unterwolle, das regelmäßig gekämmt werden muss, damit es nicht verfilzt. Es gibt sie in allen Farben außer Pointzeichnung - mit Pointzeichnung heißen sie Himalayan. Die Exotic Shorthair verbindet den Typ der Perser mit dem pflegeleichteren kurzhaarigen Fell - Exotic Shorthairs gibt es in allen Farben, einschließlich Pointfärbung.

 

Charakter

Perser und Himalayan sind sehr sanfte, ruhige und gemütliche Katzen - manche begnügen sich einfach damit, sich dekorativ am Sofa zu drapieren und sich bewundern zu lassen. Aber auch sie können im Rahmen eines plötzlichen Energieausbruches spielen und herumtoben wie jede andere Katze. Exoten sind eine Spur lebhafter als Perser und oft begeisterte Schoßsitzer, ohne dabei aufdringlich zu sein.